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1: Golf allgemein

Golf als Leistungssport

Trotz internationaler Wettbewerbe, der nationalen und der internationalen Rangliste stellen sich viele immer noch die Frage: Ist Golf eigentlich ein Leistungsport? Diese Frage ist eindeutig mit JA zu beantworten, zumal Golf ab 2016 in den Reigen der Olympischen Wettkämpfe aufgenommen wurde. Zuvor stand Golf nur in den Jahren 1900 und 1904 im Programm. Zugegeben: Für Außenstehende ist ein Golfspiel über 18 Loch recht langweilig. Doch an sich haben die vielen Vorurteile gegen Golf mit der Realität nur wenig zu tun. Selbst die Jugend wird in vielen Clubs inzwischen an den Leistungssport herangeführt. Allerdings wird Golf in Deutschland von vielen Clubs ausschließlich als elitärer Sport angeboten. Doch mit dem Beginn der olympischen Ära eröffnet sich für die Clubs endlich die Chance Golf als Leistungssport bekannter zu machen. Doch die Neuausrichtung vieler Golfclubs erfolgt zurzeit noch in kleinen Schritten. Das muss aber auch erst einmal in die Köpfe von einigen Golfern rein.

Golf- das Hobby der Neureichen und Schönen?

Ob Politiker, Hollywoodstar, Popstar- oder TV-Star – viele Promis verschreiben sich früher oder später dem Golfsport. Was sich teils auf einem Grün von einem Golfplatz an Bank-Milliarden tummelt, erweckt bei vielen den fälschlichen Eindruck, dass Golf ein Sport der Reichen und Schönen ist. Inzwischen hat sich das geändert. Ein Grund ist sicherlich auch, da sich Golf mehr und mehr in den letzten Jahren zum Leistungssport hinbewegt hat (lange vor den Olympischen Sommerspielen 2016) und große Namen auch immer mehr Zuschauer vor den TV-Schirm lockte, wenn schon mal ein Wettkampf im TV übertragen wurde.

Die herrlichen Bilder im TV von den Anlagen und die Möglichkeit inmitten der Natur zu sein und vor allem diesen Sport in einer kleinen Gruppe mit Freunden auszuüben – hat in den letzten Jahren auch immer mehr Angehörige der Mittelschicht Deutschlands auf den “grünen Platz” gelockt. Denn die Mitgliedschaftsbeiträge in einem Golfclub, die schon beachtlich sind, können inzwischen auch in monatlichen Raten gezahlt werden. Wenn nun die Frage gestellt wird, ob Golf auch heute noch ein Sport ist, der ausschließlich für die Elitären gedacht ist, muss man diese Frage mit NEIN beantworten.

Der Pro Spieler
Der Pro Spieler

Der Pro Spieler

Der Pro Spieler ist ein Berufsgolfer, der entweder freiberuflich in einem Golfclub arbeitet oder dort angestellt ist. Kurzbezeichnung dafür ist “Pro” bzw. die weibliche Form Porette. Erwerben kann der Pro Spieler mehrere Titel – Club Professional oder Head Professional. Der Pro Golfspieler bietet Trainingseinheiten, Fitting und verschiedene Kurse in einem Golfclub an.

Der Business Spieler
Der Business Spieler

Der Business Spieler

Wenn sich jemand als Business Spieler bezeichnet, handelt es sich um einen Golfspieler, der mit diesem Sport seinen Lebensunterhalt verdient. Und zwar indem er an Turnieren teilnimmt, bei denen es Preisgelder gibt. Zudem verfügt ein Business Spieler auch über Sponsorenverträge, macht teils auch Werbung für die Sponsorenprodukte und hat ein sehr niedriges Handicap.

Der Rentner
Der Rentner

Der Rentner

Des Morgens auf einem Golfplatz bei schönem Wetter trifft man sie an: Ältere Männer und Frauen, die nicht mehr berufstätig sind. Sie besitzen häufig ihre eigenen Golfcars. Rentner bzw. ältere Spieler sind meist schon seit Jahren in einem Verein. Sie sind häufig auch Teil der Seniorenmannschaft und halten gerne auch mal ein Schwätzchen im Sekretariat des Golfclubs.

Der
Der "einmal im Jahr" Spieler

Der “einmal im Jahr” Spieler

Diese Spieler können recht gut Golf spielen, haben aber nur wenig Zeit dafür meist, da sie noch voll im Berufsleben stehen. Diese Spieler sind auch häufig kein Mitglied in einem Verein, sondern zahlen das Greenfee einmal im Jahr im Clubsekretariat. Hinter deren Golfspiel steckt Freude am Sport, aber keine Ambition nun an einem Turnier teilnehmen zu wollen.

Der Möchtegern
Der Möchtegern

Der Möchtegern

Möchtegern Spieler sind sehr häufig auf dem Golfplatz anzutreffen. Sie sind aber meist zu geizig, um eine Trainerstunde zu nehmen. Sie nehmen regelmäßig an Turnieren teil, verbessern meist aber ihr Handicap nicht oder nur gering. Als Urlaubsziel wählen sie gerne Orte, wo man Golf spielen kann bzw. Hotels mit einem eigenen Golfplatz.

Die Geschichte des Golfsports

1457

Die erste schriftliche Aufzeichnung jedenfalls stammt aus dem Jahr 1457. Allerdings handelte es sich hier um ein Schriftstück vom damaligen schottischen König James II., der den Golfsport damals allerdings verbot – zugunsten des Bogenschießens als sportliche Ertüchtigung.

1502

wurde dieses Verbot wieder aufgehoben und verbreitete sich im 16. Jahrhundert über ganz Großbritannien.

1527

Schon 1527 wurde jedoch erstmals mit der Tradition, dass es sich um einen elitären Sport handelte, gebrochen. Denn Sir Robert Maule war der erste bürgerliche Golfer und Mitte des 16. Jahrhunderts gestattete der Erzbischof von St Andrews an Schottlands Ostküste der dortigen Bevölkerung per Dekret das Golf spielen.

1682

Nach wie vor elitär war der Golfsport auch noch 1682, als das erste internationale Match stattfand.

1735

Der erste Golfclub der Welt wurde 1735 gegründet und in die USA wurden die ersten Golfschläger im Jahr 1743 geliefert.

1867

Der erste Damen-Golfclub wurde 1867 gegründet, wobei das erste dokumentierte Damenturnier bereits 1810 stattfand.

1892

Der erste deutsche Golfclub wurde 1892 in Darmstadt gegründet. Im Kurpark von Bad Homburg spielten aber schon 1889 viele britische Kurgäste Gold.

1900 und 1904

1900 und 1904 war Golf dann als “Gastsportart” bei den Olympischen Sommerspielen ein Thema.

1938

Seit 1938 trägt man 14 Golfschläger mit im Bag.

2016

Seit 2016 gehört Golf nun wirklich offiziell zu den Olympischen Spielen dazu.

Warum Golf?

Viele kennen die Vorteile gar nicht, die Golf spielen bieten kann. Es handelt sich hier um einen Sport, der in der freien Natur gespielt wird. Golfer spielen auch ihre Runde zu Ende, wenn es gerade anfängt zu regnen. Beim Golfen werden zudem gleich mehrere Muskelgruppen angesprochen, insbesondere die von Armen, dem Nacken und dem Rumpf. Hier ein Überblick über die Vorteile und Nachteile:

Vorteile

Golf ist ein Gesundheitssport
Golf ist ein Gesundheitssport

Golf wird in der freien Natur gespielt. Bei jedem Wetter spielen die Golfer die Runde zu Ende. Dabei werden vor allem die Gelenke geschont.

Golf ist kommunikativer und ein geselliger Sport
Golf ist kommunikativer und ein geselliger Sport

Jeder kann zwar seine Golfrunde allein absolvieren. Doch auf die Runde gehen mit Freunden, der Familie oder Bekannten, macht viel mehr Spaß

Golf kann auf der ganzen Welt gespielt werden
Golf kann auf der ganzen Welt gespielt werden

Weltweit gibt es viele schöne Golfplätze. Reisen, sich in einem Hotel erholen und Golf spielen zu gehen, das ist ein Feeling, das man nicht bei allen Sportarten genießen kann.

Nachteile

Teurer Sport
Teurer Sport

Allein schon die Mitgliedschaft in einem Golfclub ist sehr teuer. Dazu Startgebühren u.a. Ausgaben und das nötige Equipment.

Zeitraubend
Zeitraubend

Golf spielen ist aus der Sicht von vielen ein zeitraubender Sport. Eine 18 Loch-Runde dauert gut und gerne 4 bis 5 Stunden.

Schlechtes Image:
Schlechtes Image: "Elitärensport"

Leider herrscht immer noch das Vorurteil vor, dass Golf ein Sport der Elitären ist. Es kann schon sein, dass Freunde, die mitbekommen, dass man Golf spielt, “die Nase rümpfen”.